Archiv für Juni 2012

Wir sind pünktlich!


Kundgebung gegen geplanten NPD-Infostand in Rostock

Humor bewiesen am frühen Montagmorgen 40 Antifaschist_innen. Denn nicht nur die frühe Uhrzeit, sondern auch das Wetter war ein Witz. Dennoch zogen sie gemeinsam in den Rostocker Stadtteil Groß Klein wo in Sichtweite des Sonnenblumenhauses ab um 9 Uhr ein Infostand der NPD angemeldet war. Den Neonazis schien der Spaß allerdings schon vorab vergangen zu sein: Sie kamen einfach gar nicht. Mehrere Parteien hatten als Reaktion ihrerseits Infostände angemeldet und im Vorfeld öffentlich zu Gegenaktionen mobilisiert. Das passte der NPD offenbar nicht in den Kram. – Kombinat Fortschritt mit einem Bildbericht

Netz gegen Nazis – mal ganz praktisch gemacht

„Wir können auch anders!“ – So oder so ähnlich könnte der Titel der kleinen Motto-Fahrt nach Groß Klein auch gelautet haben. Als die S-Bahn an der Haltstelle Groß Klein einfuhr entstieg eine für Rostocker Verhältnisse sehr bunte und karnevaleske Menge den Waggons des Zuges. Ausgestattet hatten sie sich nicht nur mit allerlei skurilen Masken, sondern auch mit Schildern, die eigens für die notorisch neugierigen Anti-Antifa Fotografen vorbereitet wurden und die auf alle möglichen Meme verwiesen. Angesichts der Gewalt, die immer wieder von Neonazis gegen alle die ihren irren Ideologien nicht teilen ausgeht, will natürlich keine_r gerne von diesen Neonazis abgelichtet und auf den einschlägigen Websites ins Internet gezerrt werden. Daher hatten sich die Antifaschist_innen an diesem Montag entsprechend vorbereitet. Mit diesen ironischen Botschaften konnten dann auch die anwesenden Polizisten nicht fiel anfangen. Nach einigen wenig- bis gar nicht beachteten Ansprachen ließen sie den bunten Haufen gewähren.1

Bilder und Gags bei Kombinat Fortschritt

  1. http://kombinat-fortschritt.com/2012/06/26/kundgebung-gegen-geplanten-npd-infostand-in-rostock/#comment-2963 [zurück]

Filmnacht zu Lichtenhagen 1992

Liebe Leute,

der Termin für die Lichtenhagen-Filmnacht im August steht nun endlich fest: 3. August 2012 im Peter-Weiss-Haus.

Wir beginnen um 18 Uhr mit dem Film „The truth lies in Rostock“, anschließend gibt es eine erste Möglichkeit, miteinander zu sprechen und zu diskutieren.

Gegen 20.30 Uhr folgt dann der Film „Von Biedermännern und Brandstiftern – Wer Gewalt sät…“, auch im Anschluss daran wieder mit der Möglichkeit zu Diskussion und Gedankenaustausch. Die genaue Planung, Einladungen etc. sind in Arbeit. Wir freuen uns auf Euch!

SOBI und Stadtgespräche1

  1. http://www.soziale-bildung.org/veranstaltungen/details/325-filmnacht-zu-lichtenhagen-1992 [zurück]

ajuca

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NEW KIDZ ON DA BLOG

In letzter Zeit wurde die Südstadt immer wieder Ziel von Nazi- Aktivitäten, die hier versuchen Fuß zu fassen, akzeptiert zu werden und womöglich neue „Mitstreiter“ zu gewinnen. Eine Zeit lang wurden diese Aktivitäten, gerade auch von linker Seite, kaum wahrgenommen oder gar ignoriert, was die Nazis animierte, das Viertel mit einer Flut an Flyern, Plakaten, Aufklebern, Sprühereien und Hakenkreuzen an Laternen und Häuserwänden zu überschwemmen. Glücklicherweise folgten hierauf dann doch immer wieder Gegenaktivitäten, wodurch das Stadtviertel nicht dauerhaft von nazistischer Propaganda geprägt werden konnte.
Um noch effektiver und koordinierter gegen Nazi-Aktivitäten im Viertel vorgehen zu können, haben wir uns entschlossen, diese Gruppe ins Leben zu rufen. Wir verstehen uns als offene Gruppe, haben aber dennoch einen Konsens formuliert, auf dessen Grundlage wir arbeiten wollen:
1. Neben der Ablehnung von Faschismus und Nationalsozialismus sprechen wir uns gegen Rassismus, Sexismus, Nationalismus, Antisemitismus, Antizionismus, Homo- und Transphobie aus.
2. Eine Zusammenarbeit, im Sinne von gemeinsamen Kampangen oder ähnlichem, mit bürgerlichen Antifaschst_Innen kommt für uns nicht in Frage, da die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft permanent die oben genannten Denkmuster reproduziert, wodurch für uns ein konsequenter Antifaschismus mit der Überwindung des Kapitalismus enden muss.
3. Es ist vollkommen egal, ob eine Person, die sich an den Aktivitäten der Gruppe beteiligen möchte in der Südstadt wohnt oder nicht. Ebenso wenig möchten wir die Südstadt gegenüber anderen Vierteln erhöhen oder sind in irgendeiner Form an „Kiezromantik“ interessiert. Mit dem Namen möchten wir lediglich zum Ausdruck bringen, auf welchem Stadtteil das Hauptaugenmerk unserer Agitation liegt.